Um Gottes Willen - Die ambivalente Rolle von Religion in Konflikten

33. Sommerakademie an der Friedensburg Schlaining

Im Namen der Religion wird jeden Tag Gewalt gegen Menschen ausgeübt: In Zentralafrika und Nigeria terrorisieren “christliche” und “islamische” Milizen die Zivilbevölkerung. Auch von buddhistischer Seite kommt es in Sri Lanka, Thailand und Burma immer wieder zu Gewalt gegen Angehörige anderer Religionen. Von Saudi-Arabien über Katar, Israel-Palästina, Syrien, Irak, Libanon bis zum Iran und nach Afghanistan wird Gewalt ausgeübt im Namen von Islam, aber auch Judentum und Christentum. Dabei richtet sich diese Form von Gewalt oftmals gegen Mitglieder der eigenen Religionsgemeinschaft. Viele Religionen scheinen gerade in den vergangenen zwei Jahrzehnten vermehrt in den Sog politischer Entwicklungen geraten zu sein. So ist Religion gegenwärtig in zwei Dritteln aller Konflikte weltweit ein mehr oder weniger bedeutendes Element.
In diesem Jahr widmet sich die Sommerakademie der Rolle von Religionen in Konflikten. Auch wenn Religion in diesem Zusammenhang vermehrt als eskalierender Faktor wahrgenommen wird, trägt sie weltweit zum friedlichen Zusammenleben in Gesellschaften bei. Nicht zuletzt aus diesem Grund will die Sommerakademie über den komplexen Zusammenhang von Religion und Konflikt aufklären und Religion in ihrer ambivalenten Funktion in Konflikten beschreiben.

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