Was stimmt nicht mit der Demokratie? Ein neues Konzept des Gemeinwohls

Vortrag im Rahmen der Halle Lectures 2019 zum diesjährigen Thema "Vom Nutzen und Nachteil der Polemik"

Muss Politik ein unversöhnlicher Kampf sein? Eine solche Auffassung zerstört die lebensweltlichen Voraussetzungen demokratischer Gestaltung. Nicht der Streit, sondern das gemeinsame, wenn auch konflikthafte Gestalten sollte den Konstitutionsgrund des Politischen darstellen. Weil substantielle Bestimmungen des Gemeinwohls jedoch notwendig partikular sind, entwickelt der Vortrag die These, dass sich Gemeinwohl konsistent nur als Resonanzverhältnis denken lässt, das durch den demokratischen Prozess zu realisieren ist – mit Resonanzen in sozialer (Beziehungen zwischen den Menschen), materialer (Beziehungen zur geteilten Lebenswelt) und existenzialer Hinsicht (Beziehungen zu umgreifenden Totalitäten wie der Welt, der Natur, dem Leben).

Organisiert vom Interdisziplinären Zentrum für die Erforschung der Europäischen Aufklärung (IZEA), der Alexander von Humboldt-Professur für neuzeitliche Schriftkultur und europäischen Wissenstransfer, den Franckeschen Stiftungen zu Halle, dem Interdisziplinären Zentrum für Pietismusforschung (IZP) und dem Landesforschungsschwerpunkt „Aufklärung–Religion–Wissen“.

Kontakt:
Aleksandra Ambrozy (aleksandra.ambrozy(at)izea.uni-halle(dot)de), Alexander von Humboldt-Professur für neuzeitliche Schriftkultur und europäischen Wissenstransfer

Andrea Thiele (andrea.thiele(at)izea.uni-halle(dot)de), Interdisziplinäres Zentrum für die Erforschung der Europäischen Aufklärung

Zum Veranstaltungsflyer (PDF)