"Wie tickt der Osten?" 30 Jahre Transformationsgeschichte

Diskussionsveranstaltung zum Abschluss der Tagung "1990-2020: Transformationsprozesse in Deutschland und Ostmitteleuropa – Bilanz und Perspektiven" in Berlin

Vor 30 Jahren begann in Ostdeutschland und den Staaten Ostmitteleuropas die Transformation von der Diktatur zur Demokratie und von der Plan- zur Marktwirtschaft – mit nachhaltigen Wirkungen bis in die Gegenwart. Die Zeit unmittelbar nach dem Ende der kommunistischen Systeme war zunächst vor allem durch Hoffnungen, Euphorie und Optimismus, aber auch durch manche Befürchtungen geprägt. 30 Jahre später wird der anfängliche Enthusiasmus vielfach von enttäuschten Erwartungen und Unzufriedenheit überschattet. Demokratie und Marktwirtschaft haben auch in Deutschland – vornehmlich in den neuen Bundesländern – merklich an Strahlkraft verloren, rechtspopulistische Parteien gewinnen an Zuspruch. In der als überwunden geglaubten Teilung Europas scheinen sich die Konturen einer neuerlichen Spaltung abzuzeichnen. Die Diskussionsveranstaltung nimmt das Jubiläumsjahr 2020 zum Anlass, um nach den Ursachen für diese Entwicklung zu fragen und die Folgen der Transformation in Deutschland zu diskutieren.

Es wirken u. a. mit: Dr. Jacqueline Boysen, Journalistin; György Dalos, Historiker; Dr. Anna Kaminsky, Geschäftsführerin der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur; Dr. Thomas Petersen, Institut für Demoskopie Allensbach; und Annette Simon, Autorin und Psychoanalytikerin.

Wir würden uns freuen, wenn die Veranstaltung Ihr Interesse weckt! Der Eintritt ist frei – eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Ansprechpartnerin:
Dr. Heike Tuchscheerer
Leiterin der Abteilung Politik und Geschichte
Tel.: 030 884 12-254
E-Mail: heike.tuchscheerer(at)deutsche-gesellschaft-ev(dot)de