Wissen-Macht-Meinung: Demokratie 5.0

Vorträge und Diskussion im Rahmen der "Hannah-Arendt-Tage"

Im Mittelpunkt der HANNAH-ARENDT-TAGE stehen Fragen nach demokratiefördernden Potenzialen der Digitalisierung, nach neuen Formen politischer Kommunikation und Gestaltungsspielräumen für eine tragfähige "Demokratie 5.0". Für Hannah Arendt gehörte die kommunikative Macht zu den wichtigsten Elementen der Politik. Lange vor dem Internet war sie von der besonderen Bedeutung der Vernetzung für das politische Handeln überzeugt. Welche Chancen für die Demokratie bietet das für den grenzüberschreitenden Diskurs geradezu prädestinierte Internet? Ist das Netz im Sinne des Politikverständnisses Arendts der neue, gemeinsam erzeugte öffentliche Raum, in dem Individuen als Freie und Gleiche handeln? Können soziale Medien die von Arendt erhofften Räume der Gleichheit und Freiheit von Individuen ermöglichen? Oder ist die Idee vom gemeinsamen Teil(hab)en ein Trugschluss und droht sogar ein Rückfall in eine selbst verschuldete kommunikative Unfreiheit oder gar eine Unmündigkeit?

Impulsvorträge:

"Demokratie im Datenkapitalismus"
Prof. Dr. Jeanette Hofmann, Professorin für den Bereich Internetpolitik, Institut für Publizistik und Kommunikationswissenschaft, Freie Universität Berlin

"Demokratie digital: Gestaltungswille und Gestaltungsanspruch der Politik"
Lars Klingbeil, MdB, Obmann der SPD-Bundestagsfraktion im Ausschuss Digitale Agenda

"Fake news" sind Fake News. Über automatisierte Meinungsmache und Urteilskraft
Matthias Spielkamp, Mitgründer von AlgorithmWatch und iRights.info, Co-Chair im Lenkungskreis des deutschen Internet Governance Forums

anschl. Diskussion mit den Vortragenden

Moderation: Christine Watty, Redakteurin, Deutschlandradio Kultur

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