Wohin im Datenmeer? Perspektiven der Kommunikations-, Medien- und Geschichtswissenschaft auf Big Data, Datafizierung und digitale Massenquellen

Tagung

In „datengetriebenen Zeiten“ (Hepp 2016) haben sich der kommunikations- und medienwissenschaftlichen Forschung neue Perspektiven eröffnet. Schwer zugängliche, lückenhafte und uneinheitlich überlieferte Quellenkorpora sind inzwischen immer leichter und in größerem Umfang, teils sogar vollständig zugänglich. Dies gilt für aktuelle Informationsmedien, insbesondere aber auch für Zeitungen und Zeitschriften. Die Vielzahl digitaler Informations-, Nachrichten-, Presse- und auch historischer Zeitungssammlungen ermöglicht die intensivere Nutzung auch analoger Massenquellen und erleichtert deren umfassende Analyse zum Beispiel mit quantitativen Methoden. Die digitale Transformation verändert die Analyse jedoch erheblich, indem beispielsweise statt komplexer medialer Zusammenhänge die reine Textinformation fokussiert wird. Damit wurden die Medien- und Kommunikationswissenschaften vor neue Herausforderungen gestellt und zu einer Überprüfung sowie zu Erweiterungen ihres Methodenrepertoires gezwungen. Sie profitieren von dieser Entwicklung ebenso wie beispielsweise moderne geschichtswissenschaftliche Zugänge.