Zukunftslabor Bauhaus

Tagung im LWL-Industriemuseum Bocholt

Ort: LWL-Industriemuseum TextilWerk Bocholt, Industriestrasse 5, 46395 Bocholt

Organisation: 100 Jahre Bauhaus im Westen. Ein Projekt des NRW-Ministeriums für Kultur und Wissenschaft und der Landschaftsverbände Rheinland und Westfalen-Lippe.

Der Bildungskonvent Zukunftslabor Bauhaus widmet sich den Themen Bildung und Vermittlung im Bauhaus-Jubiläumsjahr und fragt nach den Potenzialen, die die Bauhaus-Lehre für die Entwürfe zukünftiger Gesellschaften haben kann. Dabei werden die Institutionen Schule und Museum, als gesellschaftliche Ressourcen begriffen, in den Blick genommen.

Léontine Meijer-van Mensch (Staatliche Ethnographische Sammlungen Sachsen) und Dr. Bünyamin Werker (Universität zu Köln) geben mit Impulsvorträgen Einblicke in den aktuellen Forschungsstand. Im Mittelpunkt stehen Schüler_innen und Student_innen, die aktiv in die Diskussion mit den Expert_innen einbezogen werden.

Die Grundlage für die Diskussion bildet eine Ausstellung von ausgewählten Projekten, die in Kooperation mit Museen und Universitäten an Schulen in Nordrhein-Westfalen durchgeführt wurden. Der Bildungskonvent bildet den offiziellen Abschluss des Bauhaus-Jubiläums in Nordrhein-Westfalen.

 

Programm

 

ab 9:15 Uhr: Registrierung

10:00 -10:10 Uhr: Grußwort Matthias Löb (Direktor des LWL)

10:10 - 11:30 Uhr: Welche Potenziale bietet das Bauhaus für Entwürfe zukünftiger Gesellschaften?

Teil 1: Eröffnungsrunde

Dr. Silke Feldhoff (Bauhaus Agenten)

Dr. Ulaş Aktaş (Kunstakademie Düsseldorf)

Prof. Dr. Malte Thießen (LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte)

2 Schülerinnen

Moderation: Rebecca Link (WDR 5)

Teil 2: Gespräch zwischen Isabel Pfeiffer-Poensgen (Ministerin für Kultur und Wissenschaften des Landes Nordrhein-Westfalen) und Rebecca Link

11:30 - 11:45 Uhr: Kaffeepause

11:45 - 12:00 Uhr: Panel I: Perspektive Schule

Impuls:  Kulturelle Bildung in der Migrationsgesellschaft

Dass Kunst und Kultur im Alltag der Menschen verankert sein sollen, ist einer der Grundgedanken des Bauhauses. Welche Bedeutung hat kulturelle Bildung für heutige Schülerinnen und Schüler? Inwieweit fühlen sie sich auf eine Teilhabe an Kunst und Kultur vorbereitet? Und welche Rolle spielen dabei Themen wie Migration und Herkunft? Aus der Perspektive von Schülerinnen und Schülern und aus Sicht der Institution Schule suchen die Gesprächspartner Antworten auf diese Fragen.

Dr. Bünyamin Werker (Universität zu Köln) und Andreas Weinhold (Bildungspartner NRW) im Gespräch mit Schüler_innen

12:00 -13:00: Vorstellung von Practice-Beispielen

13:00 -13:45: Mittagspause

13:45 - 14:00 Uhr: Perspektive Museum

Impuls: Wie kann das Museum zu einem Ort für neue Ideen werden?

In den Kunstwerken, Designobjekten und Gestaltungstechniken, die am Bauhaus entwickelt wurden, spiegeln sich die Gedankenwelten und Perspektiven einer Gesellschaft im Aufbruch wider. Doch die Museen, in denen diese und andere Kulturgüter und historische Zeugnisse ausgestellt werden, gelten heute oft als Orte der Vergangenheit, die nur von bestimmten Kreisen besucht werden. Was müssen Museen tun, damit Schüler_innen sie sich aneignen, ihre Inhalte neu befragen und als Inspirationsquelle für die Entwicklung eigener Ideen nutzen? Welche Potenziale bieten die Institutionen für die Herausforderungen, die auf die junge Generation zukommen?

Léontine Meijer-van Mensch (Staatliche Ethnographische Sammlungen Sachsen) im Gespräch mit Julia Hagenberg (Kunstsammlung NRW) und Schüler_innen

14:00 -15:00: Vorstellung von Practice-Beispielen

15:00 - 15:30: Drop the room. Machen die das jeden Tag? eine lecture performancevon und mit: Jana Griess, Brigitte Huezo, Paulina Jürges, Josefine Simonsen, Chris Speith, Sebastian Varra (Studierende am Zentrum für Zeitgenössischen Tanz an der Hochschule für Musik und Tanz Köln)

Das Museum ist ein Aufbewahrungsort für Gegenstände der Kunst und Kultur. Es ist aber auch ein Ort der Körper. Sie bewohnen Wände, Rahmen und Sockel oder warten in klimatisierten Boxen darauf, ausgestellt zu werden. Denn nur dann treffen sie auf alltägliche Körper von heute, die kommen und gehen. Und auf solche, die die meiste Zeit stillstehen und darauf achten, dass nichts Schaden nimmt, das bewahrt werden soll. Was, wenn all diese Körper in Bewegung geraten?

Im Herbst 2019 haben Studierende des Zentrums für Zeitgenössischen Tanz an der Hochschule für Musik und Tanz Köln (ZZT) als Teil einer größeren institutionellen Kooperation mit dem Museum Ludwig mit dem bildenden Künstler Nick Mauss zusammengearbeitet. In Mauss‘ „Traktat über den Schleier“ wird eine Auswahl von Kunstwerken unterschiedlicher Zeiten, Medien, Ästhetiken durch eine gemeinsam entwickelte Choreographie belebt. Ausgehend von den Fotos, Dias, Skulpturen und Malereien aus der Sammlung des Museums u.a. von Ilse Bing, Max Ernst, Erich Heckel und Jack Smith, experimentierten die TänzerInnen mit deren Qualitäten, Energien, Posen und Gesten. Was speichern sie? Wem gehören sie? Und wie bewegen sie uns?

Die lecture performance spielt mit Erfahrungen, Situationen, Begegnungen aus dem Museum, die immer noch nachwirken.

15:30 - 16:00 Uhr:  Resümee und Verabschiedung durch Kuratorium

16:00 - 16:30 Uhr: Optionale Kuratorenkurzführung durch die Sonderausstellung „Mythos Neue Frau“

Link zur Anmeldung

 

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